Survival Analyse
Vorlesung im Masterstudium
Herbstsemester 2009
Inhalt: Die Vorlesung gibt einen Überblick über die Methoden der Überlebensanalyse.
Dozent: Dr. Jan Beyersmann, Abteilung Medizinische Biometrie und Statistik, Universität Freiburg i.B.
Zeit: Jeweils Mittwochs 13-16, 7x ab dem 16. September 2009
Ort: Institut für Sozial- und Präventivmedizin, Abteilung Biostatistik, Hirschengraben 84, Raum F05.
Die Vorlesung "Überlebenszeitanalyse" behandelt die Analyse von Ereigniszeitdaten. Medizinische Beispiele sind Lebensdauern von Patienten oder sogenanntes "krankheitsfreies Überleben". Typischerweise werden derartige Daten nur unvollständig beobachtet. Z.B. ist von Patienten, die zum Zeitpunkt der statistischen Analyse noch leben, nur ihre minimale Lebensdauer bekannt (Rechtszensierung). Aus diesem Grunde basieren die Methoden der Überlebenszeitanalyse auf der Hazardrate, einer momentanen Ereignisrate.
Es werden die üblichen nichtparametrischen Verfahren zur Schätzung der kumulativen Hazard (Nelson-Aalen), zum Vergleich von Hazardraten (Logrank-Test) und zur Modellierung der Hazardrate in Abhängigkeit von weiteren Einflussgrößen (Cox Modell) besprochen. Die Schätzer von Überlebenswahrscheinlichkeiten (z.B. Kaplan-Meier) berechnen sich als nicht-zufällige Funktionen der Hazardschätzer.
Am Ende der Vorlesung wird ein Ausblick auf die Erweiterung der Methoden für unterschiedliche Studieneintrittszeiten (Linkstrunkierung) und komplexere Ereignisstrukturen (Konkurrierende Risiken, Mehrstadienmodelle) gegeben.
Voraussetzungen:Vorausgesetzt werden gute Kenntnisse der Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik sowie Erfahrung mit dem statistischen Programmpaket R.
Literatur: J. Klein, M. Moeschberger: Survival Analysis. 2nd Edition. Springer, 2003
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| Updated 14. Oct, 15:00 |
